Burgkunstadt Auf Einladung der Freien Wählergemeinschaft Burgkunstadt kam MdL Thorsten Glauber, Forchheim, am vergangenen Freitag nach Burgkunstadt. Glauber, der für die Freien Wähler als wirtschaftspolitischer Sprecher im Bayerischen Landtag tätig ist, besuchte unter anderem auch Logistik und Frachtzentrum von Baur Altenkunstadt. Begleitet wurde er von Heinz Petterich, Erster Bürgermeister und Vorsitzender der FWG Burgkunstadt, Bernhard Kasper, Kreisvorsitzender der Freien Wähler im Landkreis Lichtenfels, Hans-Peter Marx, designierter Kandidat für die Landratswahl und den Stadträten der FWG-Fraktion Burgkunstadt.

Georg Schardt, Hauptabteilungsleiter Warenwirtschaft lies es sich nicht nehmen, die Delegation selbst zu führen. Altenkunstadt ist eines von zwei großen Güterumschlagszentren der Otto-Gruppe. Baur schlägt in Altenkunstadt jährlich 65 Millionen Sendungen um, der logistische Aufwand ist groß. In den Aus- und Umbau der Baur Logistik wurden inzwischen 40 Millionen Euro investiert. Mit ca. 30 km Fördertechnik wird vollautomatisch dafür gesorgt, dass die „richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt beim richtigen Kunden“ ankommt. Alle Warenein- und –ausgänge werden mit Barcodes verwaltet und optimal geleitet. Die möglichst optimale Weiterleitung wird an kritischen Stellen mit Monitoren überwacht und beim Auftritt einer Störung wird sofort für deren Behebung gesorgt. Als einzigartig in der gesamten Branche bezeichnete Schardt die vollautomatische Beladung von Lkws. Hierbei können die beladenen Wannen in 3 Etagen einsortiert werden. Das imposante Hochregallager wird mit vollautomatischen Wendelförderern bedient, dadurch wird die Lagerwirtschaft auf einer Gesamtlagerfläche von 240.000 Quadratmetern optimal bestückt. Der Mensch wird in vielen Bereichen nur noch für die Überwachung gebraucht. Trotzdem erforderten es die Arbeitsabläufe, dass im vergangenen Jahr 150 neue Kräfte eingestellt und aufwändig ausgebildet werden mussten, erläuterte Georg Schardt. Damit verfügt die Baur-Logistik über einen gesamten Personalbestand von 1.000 Arbeitskräften, die im Zwei-Schicht-Betrieb eingesetzt sind. Täglich fahren 600 Lkw die Packstraßen und Lagerhallen an. An sieben Toren können an sechs Tagen in der Woche Waren angeliefert werden. Für den Lärmschutz der Anwohner wurde für 1,9 Millionen Euro eine 120 Meter lange Schallschutzwand entlang der Weismainer Straße errichtet.

Die Delegation der Freien Wähler zeigte sich sehr beeindruckt von den logistischen Arbeitsabläufen und dankte Georg Schardt für seine ausführlichen Erläuterungen. Im Anschluss daran folgte eine Besichtigung des historischen Rathauses, hierbei trug sich Landtagsabgeordneter Glauber ins Gästebuch der Stadt ein. –koh-