15.11.2011

In den frühen Morgenstunden des 20. November 1941 wurden annähernd 1.000 jüdische Münchnerinnen und Münchner am Güterbahnhof im Stadtteil Milbertshofen unter Polizeibewachung in einen Zug verladen. Zuvor waren sie im nahe gelegenen Sammellager an der Knorrstraße interniert worden. Dieser erste Transport von Juden, darunter viele Familien und Kinder, führte ins von der Wehrmacht besetzte litauische Kaunas. Die Deportierten wurden dort nach ihrer Ankunft ermordet. (Aus "München gedenkt der deportierten Juden - Eine Veranstaltungsreihe vom 3. bis 20. November 2011")

Bei der Besichtigung der neuen Münchner Synagoge beeindruckt nicht nur die Architektur, sondern vor allem der Gang der Erinnerung: 4.500 Namen von verschleppten und ermordeten Juden der oberbayerischen jüdischen Gemeinde sind hier zu lesen. Es ist nur ein Bruchteil der von den Nazis umgebrachten Menschen und doch erscheint die Liste endlos.

Die Ohel-Jakob-Synagoge von außen
Blick in den Gebetsraum
Der Almemor (Bima, Tewa) - von hier aus werden aus den Torarollen gelesen (dahinter hinter dem dunklen Vorhang befindet sich der Schrank, in der die Torarollen untergebracht sind)
Gedenktafeln
Gang der Erinnerung