03.01.2012 (Fränkischer Tag)

Pinzberg In Pinzberg haben die Menschen jetzt viel Lärm um das neue Jahr gemacht. 23 Böllerschützen aus den Pinzberger und Gosberger Vereinen haben 2012 mit einem Salut begrüßt. Angeleitet vom Schützenkommandanten Helmut Zametzer knallten die Schützen erst eine langsam, dann eine schnelle Reihe. Zum Abschluss schossen sie einen Doppelschlag, bevor sie nach einem gemeinsamen Salut ihre Pistolen wieder aus den Händen legten.
"Unsere Böllerschützen sind Ausdruck der Lebensfreude", erkärte Thorsten Glauber, der für die Freien Wähler nicht nur im bayerischen Landtag sitzt, sondern auch dritter Bürgermeister der Gemeinde ist. Zwar konnten die Böllerschützen das schlechte Wetter nicht vertreiben, aber sie hatten in diesem Jahr ja ohnehin einen höheren Auftrag: die guten Geister für das Jubiläumsjahr herbeirufen.
Die Menschen in Pinzberg und Gosberg feierten jetzt nicht nur den Beginn eines neuen Jahres, sondern auch den Start ihrer großen Jubiläumsfeiern. Heuer bestehen die Gemeinden Gosberg und Pinzberg seit 950 Jahren, und dieser Umstand wird dem Jahr 2012 seinen Stempel aufdrücken.
"Es waren alle vier Ortsteile der Pfarrgemeinde vertreten. Das zeigt, dass etwas zusammenwächst und das ist eines meiner großen Ziele", bilanzierte Pfarrer Michael Gehret mit Freude die feierliche Vesper am Neujahrstag in der St. Nikolauskirche von Pinzberg. Er würde sich sehr darüber freuen, wenn Pinzberger und Gosberger die in diesem Jahr anstehenden Feste häufig gemeinsam feiern und das Jubiläumsjahr auch gemeinsam in Gosberg abschließen.

Symbol des Zusammenwachsens
Die abwechslungsreiche Eröffnungsfeier rund um das Pfarrzentrum in Pinzberg gab nun einen ersten Vorgeschmack auf die bevorstehenden Feiern. Sämtliche Vereine der Orte Pinzberg, Gosberg, Dobenreuth und Elsenberg nahmen am Einzug der Fahnenabordnungen in das Gotteshaus zur Vesper teil.
Markus Zametzer und Markus Erlwein eröffneten auf der Empore mit den Trompeten und "Intrada5". Der Gesangverein Dobenreuth unter Leitung von Bernhard Betz, ein Bläserquintett des Musikvereins Pinzberg mit Maria Greif an der Orgel und einem Kantor Martin Kreller mit fester Stimme gaben der Eröffnung des Jubiläumsjahres ein festliches Gepräge in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus. Pfarrgemeinde und politische Gemeinde deckten das gleiche geographische Gebiet ab – auch dies spiegelte sich auch in der Ausrichtung der Feier wider. Der Pinzberger Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) übernahm die Lesung, sein Stellvertreter Peter Andexinger (WUB) sprach die Fürbitten.
Pfarrer Gehret dankte für die Spende aus dem Adventskonzert und Gemeindekalender – 600 Euro fließen nun in die Renovierung der Gosberger Kirche. Währenddessen hatten sich alle Kirchenbesucher auf dem Kirchenvorplatz versammelt.
Vom Balkon des Pfarrhauses erklangen die festlichen Weisen der Bläser des Musikvereins. Auf dem Platz selbst lud die politische Gemeinde zum Sektempfang. Ehrensache, dass alle Gemeinderäte hinter dem Tresen standen und ihre Bürger bedienten.
"Sie kommen sich immer näher", fasste Andexinger das harmonische Miteinander zusammen. Ein besseres Motto für das Jubiläumsjahr 2012 kann es eigentlich kaum geben. (
Franz Galster)

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