19.07.2018
Kommunale Bäder mit eigenem Förderprogramm stärken!

Kommunale Bäder in der Fränkischen Schweiz

Am 18.07.2018 lud MdL Thorsten Glauber zur Fraktionsveranstaltung Fraktion vor Ort nach Ebermannstadt ins Gasthaus zur Post. Der Titel der Veranstaltung lautete „Kommunale Bäder der Fränkischen Schweiz“ und sollte thematisch die vorhandenen Probleme und Lösungsmöglichkeiten zur Sprache bringen. Zu Gast waren die Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (Gräfenberg) und Stefan Förtsch (Egloffstein), sowie Anton Eckert  (Landratsamt Forchheim) und Raimund Schulik (Wasserwacht Ebermannstadt); moderiert hat die Veranstaltung MdL Thorsten Glauber. Das größte Problem der Kommunen zum Erhalt der Bäder liegt in der Finanzierung. Derzeit sind zwei Drittel der bayerischen Bäder dringend sanierungsbedürftig. Ein weiterer wichtiger Umstand ist die fehlende Schwimmfähigkeit, die immer mehr zunimmt, gerade seit der Schwimmunterricht nicht mehr verpflichtend im Schullehrplan verankert ist. Nicht zu vergessen, der „Tourismusfaktor Bad“, der gerade in der fränkischen Schweiz einen zusätzlichen Aspekt für Buchungen darstellt. Und natürlich auch der Spaß- und Freizeitaspekt für Familien, sowie der positive Effekt für Fitness und Gesundheit.

Den Auftakt in die Gesprächsrunde machte Kulturreferent Anton Eckert durch eine fachgenaue Darstellung des Sachstands der LEADER-Förderung und weiterer Fördermöglichkeiten. Von diesen Fördermitteln profitierten 35 Bäder in Bayern, davon drei in Oberfranken – im Landkreis Forchheim nur Gößweinstein. Er bekräftigte, dass die Bäder-Förderung ein sehr berechtigtes und seit Jahren immer wiederkehrendes Thema im Landkreis darstellt, zumal sich sowohl der Staat als auch die Landkreise aus der Finanzierung zurückgezogen haben. Ehemals gab es Kreisumlagen zur Unterstützung der Gemeinden, die ein Bad unterhalten.

Raimund Schulik lobte den Mut der Kommunen, die in ihre Bäder investiert haben und bat um die Unterstützung der Politik pro Schwimmunterricht. „Jährlich gibt es in Bayern 200 Badetote, zwei Drittel davon sind Kinder! Die Wasserwacht als Rettungsorganisation kann nur präventiv wirken, über verpflichtenden Schwimmunterricht in Schulen könnte hier ein Problem gelöst werden.“

Im Anschluss hatten die Vertreter der Kommunen und der Fördervereine die Möglichkeit über ihre Erfahrungen und Probleme zu berichten und sich auszutauschen. Eine künftige direkte Vernetzung in diesem Kreis wurde durch MdL Torsten Glauber angeregt. Er sprach explizit nochmals seinen Dank an alle Fördervereine aus, ohne deren Arbeit und Unterstützung die Aufrechterhaltung der Badebetriebe gar nicht machbar wäre.

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