29.08.2018
Landespolitik ist Bildungspolitik

Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und MdL Thorsten Glauber haben am 28. August zum Thema Bildung in das Restaurant des Hotels Göller in Hirschaid geladen. Dort haben sich auch die Kandidaten des Landkreises Bamberg Verena Scheer und Viktor Weber kurz vorstellen können, bevor vielseitige Themen angeschnitten wurden.

Ein Drittel des bayerischen Haushaltes steht der Bildung zur Verfügung, das entspricht 20 Milliarden Euro. „Landespolitik ist Bildungspolitik“, so Glauber, der Mitglied im Haushaltsausschuss ist, „diese Mittel müssen vor Ort ankommen.“ Beispielsweise sind jedes Jahr im Herbst sind schon zwei Drittel der mobilen Reserven im Regelschulbetrieb fix eingesetzt,  „das kann nicht Sinn und Zweck sein. Wir benötigen eine Lehrerversorgung von bis zu 110 %. Dann können wir unsere mobilen Reserven auch dort einsetzen, wo sie akut gebraucht werden.“ Vor allem muss die „Digitale Schule“ umgesetzt werden und als ersten Schritt alle Schulen in Bayern mit Glasfaser ausgestattet werden. Auch die Erneuerung der Schulbaurichtlinie ist längst überfällig. „Das wird eine der Aufgaben des neuen Landtags sein!“

In der heutigen Zeit versuchen Eltern ihre Kinder stets aufs Gymnasium zu schicken, unabhängig davon, ob das Kind dafür geeignet ist. „Gebraucht werden in Zukunft aber nicht mehr Akademiker, sondern vor allem mehr Handwerker“, ist sich Glauber sicher. Eine solide Ausbildung wird häufig kaum in Betracht gezogen, hier wären auch entsprechende Berufsberatungen notwendig. Im Bereich der Berufsschulen gibt es aber auch noch deutlichen Besserungsbedarf, „die Spezialisierung der Berufsschulen ist mir ein Dorn im Auge, denn viele Berufsschüler müssen weite und unnötige Wege auf sich nehmen, um ihre Schule zu erreichen“ ärgert sich Glauber, „ das schreckt auch viele junge Leute vor einer Ausbildung ab.“ Junge Auszubildende haben das Recht auf eine wohnortnahe Schule.

 

Auch über die allgemeinen Werte der Gesellschaft wurde intensiv diskutiert. Die Wertediskussion darf man nicht der CSU überlassen, sie muss in der Schule praktiziert werden. Mündige Bürger erhält man durch eine vernünftige demokratische Werteerziehung, die auch die Bildung in Bayern übernehmen muss, sind sich die Anwesenden einig.

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