16.07.2018
Zu Besuch auf den Kirschenversuchsanlagen des Landkreises Forchheim

Im Rahmen einer Veranstaltung der Landtagsfraktion konnte MdL Thorsten Glauber die Kirschenversuchsanlagen des Landkreises Forchheim im Obstinformationszentrum in Hiltpoltstein besichtigen. Durch die Anlage hat Christof Vogel geführt.

Verschiedene Ansätze im Anbau vor allem von Kirschen werden auf dem Gelände erprobt. So gibt es Versuche mit verschiedenen Abständen oder als Heckenpflanzung, ebenso wie verschiedene Tests mit unterschiedlichen Folien-Überdachungen oder schlicht verschiedener Sorten. „Die Vielzahl der Kirschensorten hat mich besonders beeindruckt, die Arbeit die hier geleistet wird kann gar nicht genug gewürdigt werden“, zeigt sich Glauber erstaunt, „denn von der Arbeit profitiert die ganze Fränkische Schweiz.“ In der Tat werden Sorten verschiedener Obstsarten – vor allem der Kirsche – hier auf Herz und Niere getestet. Erst was hier unter den Anbaubedingungen der Fränkischen getestet und für gut befunden wurde, wird dann in der Region zum Anbau empfohlen. Neben der wissenschaftlichen Forschung übernimmt das Obstzentrum auch die wichtige Aufgabe der Beratung und die Weiter- sowie Ausbildung von Obstbauern. Über regelmäßige Obstfaxe werden die Obstbauern darüber informiert, welche Handlungsschritte in der Praxis notwendig sind, Fortbildungen vermitteln elementares Wissen über Pflanzenschutz, Düngemittel und vieles mehr. Auf diese Weise sind die Mitarbeiter zu den ersten Ansprechpartnern der regionalen Obstbauern geworden.

Tatsächlich handelt es sich bei der Anlage auch überregional um eine mit Alleinstellungsmerkmal. Zum Beispiel greift sogar die Landesanstalt für Garten und Weinbau in Veitshöchheim auf die Forschung aus Hiltpoltstein zurück. Ein besonderes Prunkstück ist eine Fläche, auf der ausschließlich alte Sorten stehen. Hier wird ein Genpool aufbewahrt, dessen Wert kaum quantifiziert werden kann. Hier könnten die Arten stehen, die vielleicht in 20 Jahren bei neuen Klimabedingungen wichtig sein können. Probematerial der alten Kirschen ist dabei international von Forscherteams gefragt, da man sie außerhalb von Hiltpoltstein kaum findet. „In Anbetracht der Wichtigkeit und der Notwendigkeit der Versuchsanlage in all Ihren Facetten, bin ich umso mehr erstaunt, dass der Landkreis die Kosten sowohl für die Entstehung als auch die Instandhaltung komplett eigenständig decken muss. Eigentlich wäre hier die Staatsregierung in der Pflicht, finanzielle Unterstützung zu gewähren“, so Glaubers Einschätzung. In der Tat hat die Anlage in ganz Franken und auch darüber hinaus eine nicht von der Hand zu weisende Bedeutung für den Obstanbau. Diese Leistung wird finanziell vom Landkreis Forchheim gestemmt, „profitiert wird davon weit über die Grenzen des Landkreises hinaus“ so Glaubers Resümee.

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