24.09.2020
Trinkwasserbrunnen Götting eingeweiht

Eine sichere Trinkwasserversorgung und Schutz vor Hochwasser haben in Bayern höchste Priorität. Der neue Trinkwasserbrunnen Götting ist ein wichtiger Teil des Hochwasserschutzprojekts an der Mangfall. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute bei der Einweihung des Trinkwasserbrunnens in Bruckmühl: "An der Mangfall entsteht ein Musterprojekt. Eine zukunftssichere Versorgung der Menschen mit hochwertigem Trinkwasser und wirkungsvoller Schutz vor Hochwasser gehen hier Hand in Hand. Wer das Hochwasser 2013 miterlebt hat, weiß um die Bedeutung des Hochwasserschutzes für die Bewohner im Mangfalltal. Mit dem neuen Trinkwasserbrunnen Götting sind wir einen deutlichen Schritt vorangekommen: Die Wasserversorgung in Bruckmühl ist auf lange Zeit gesichert. Das war Voraussetzung für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Feldolling, dem Kernstück des Hochwasserschutzes an der Mangfall. Dieser Weg hin zu mehr Sicherheit und Lebensqualität ist jetzt frei." Mit einem Volumen von 75 Millionen Euro ist das Projekt das größte Hochwasserschutzvorhaben in Oberbayern. Der Freistaat und der Bund finanzieren das Projekt gemeinsam. Im Bedarfsfall können durch die Schutzmaßnahme insgesamt gut 6,6 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert werden. Nahezu abgeschlossen ist bereits die Ertüchtigung der Deiche.

Mit der Errichtung des Brunnens Götting und den dazugehörigen Anlagen kann der Markt Bruckmühl nun auch während der Bauphase und später während des Betriebs des Rückhaltebeckens zuverlässig mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden. Bisher hat Bruckmühl die Brunnen "Vagen" als Hauptbrunnen genutzt. Glauber: "Unser Ziel ist, dass möglichst jede öffentliche Wasserversorgung zur Erhöhung der Sicherheit über zwei Standbeine verfügt – seien es eigene Gewinnungsgebiete oder Verbundleitungen zu Nachbarn."

Der Hochwasserschutz in Bayern soll auch in Zukunft kraftvoll ausgebaut werden: Insgesamt zwei Milliarden Euro sollen im Rahmen des Bayerischen Gewässer-Aktionsprogramms 2030 bis Ende 2030 investiert werden. Weitere 150.000 Menschen sollen damit in Bayern gezielt vor einem Jahrhunderthochwasser geschützt werden.

(Quelle StMUV)

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